Asta Bidspirit | WERNER PEINER* (Düsseldorf 1897 -
WERNER PEINER* (Düsseldorf 1897 - 1984 Leichlingen) - WERNER PEINER* (Düsseldorf 1897 - 1984 Leichlingen). WERNER PEINER* (Düsseldorf 1897 - 1984 Leichlingen) Paradies, um 1928 Mischtechnik/Papier, 21,90 x 50,80 cm Provenienz: Van Ham, Kölln 2008; Internationale Privatsammlung SCHÄTZPREIS °€ 3.000 - 4.000 STARTPREIS € °€ 3.000 Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete sich Werner Peiner freiwillig zum Heer. Nach dem Krieg studierte Peiner ab 1919 an der Düsseldorfer Kunstakademie, nachdem er bei Wilhelm Döringer, einem Freund des Vaters, Privatunterricht genommen hatte. In den 1920er Jahren gastierte und malte er bei Katharina „Nette“ Faymonville im Burghotel zu Kronenburg in der Eifel. In dieser Zeit schloss er sich mit Fritz Burmann und Richard Gessner zum „Dreimann-Bund“ zusammen. 1923 heiratete Peiner Marie Therese „Resi“ Lauffs und zog zu den Schwiegereltern nach Bonn. In Düsseldorf richtete er sich ein Atelier ein. Durch Vermittlung seiner Freunde, des Architekten Emil Fahrenkamp und des Unternehmers Walter Kruspig (Generaldirektor der Rhenania-Ossag, der heutigen Shell Deutschland Oil GmbH), erhielt er Aufträge für die Ausgestaltung von Kirchen-, Versicherungs- und Industriebauten. 1931 ließ sich Peiner in Kronenburg nieder, wo er mehrere Häuser umgestaltete. Noch heute stehen dort von Peiner entworfene Straßenlaternen. 1933 wurde er von Julius Paul Junghans als Nachfolger von Heinrich Campendonck als Professor für Monumentalmalerei an die Düsseldorfer Kunstakademie berufen. Sein Gemälde ”Deutsche Erde” wurde als Geschenk der Stadt Mechernich von dem Schleidener Landrat Josef Schramm und dem Schleidener NSDAP-Kreisleiter Franz Binz Adolf Hitler persönlich überreicht. Das Verhältnis zu Peter Grund, dem neuen Direktor der Düsseldorfer Akademie, war durch Spannungen gekennzeichnet. 1936 setze er bei Hermann Göring die Gründung einer eigenen Akademie durch; zunächst als Landakademie Kronenburg der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Als ”Hermann-Göring-Meisterschule für Malerei” wurde sie unter Leitung Peiners 1938 verselbständigt. Schüler Peiners in Kronenburg waren u. a. Rolf Dettmann, Heinz Hindorf, Hans Lohbeck, Willi Sitte und Willi Wewer. Peiner entwarf Gobelins für die Neue Reichskanzlei; ein Frauenakt von ihm hing über Görings Bett. 1937 wurde Peiner Mitglied der NSDAP und der Preußischen Akademie der Künste. 1944 wurde er von Adolf Hitler in die Sonderliste der Gottbegnadeten-Liste aufgenommen. 1948 erwarb er die verfallene Burg Haus Vorst in Leichlingen/Rheinland, die er über viele Jahre restaurierte und wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete. Peiner orientierte sich vorwiegend an alten Meistern, etwa an der minutiösen Malweise Pieter Bruegels des Älteren. Mit seiner Vorliebe für eine realistische Kunstauffassung hatte er nicht nur bei seinen privaten Auftraggebern Erfolg. In den 1920er Jahren, in der er im Stil der Neuen Sachlichkeit malte, war er ein gefragter Porträtmaler des Rheinlandes. Das Interesse der Wissenschaft gilt seinen Gobelin-Auftragswerken, dem Zyklus „Deutsche Schicksalsschlachten“ für die Marmorgalerie, auch Lange Halle genannt, der Neuen Reichskanzlei in Berlin, deren Entwürfe im Rheinischen Landesmuseum Bonn ausgestellt sind. Auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen im Münchner Haus der Deutschen Kunst war er mit 33 Werken vertreten. In der Nachkriegszeit schuf Peiner Gobelins für den Gerling-Konzern und den äthiopischen Kaiser Haile Selassie. Auf unserem Bild abgebildet sind Adam und Eva im Paradies: ”Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.” (Gen 1,27-28) Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot und Aufgeld kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.