Asta Bidspirit | JOSEF HOFFMANN* (Pirnitz 1870 -


JOSEF HOFFMANN* (Pirnitz 1870 - 1956 Wien) - JOSEF HOFFMANN* (Pirnitz 1870 - 1956 Wien). JOSEF HOFFMANN* (Pirnitz 1870 - 1956 Wien) Entwurf Kristallvase für Lobmeyr, 1954 Bleistift/Papier, 30,3 x 21,7 cm Provenienz: Carla Hoffmann, Privatbesitz Wien SCHÄTZPREIS °€ 300 - 600 STARTPREIS € °€ 300 Josef Hoffmann, Schüler von Otto Wagner, war als Architekt und Gestalter eine der zentralen Figuren der Wiener Moderne. 1903 gründete er mit Koloman Moser und dem Industrielle Fritz Waerndorfer die Wiener Werkstätte (WW), nach dem Vorbild der britischen Arts and Crafts Movement und unter dem Eindruck des Wiener Jugendstils. Hoffmann, befreundet u. a. mit Gustav Klimt und Anton Hanak, blieb bis zum Konkurs 1932 einer der wichtigsten Gestalter der WW. Die Wiener Werkstätte, bezeichnet auch als Wiener Werkstatt, Vienna Workshop, Wiener Werkstaetten oder Wiener Werkstätten, hatte die Zielsetzung, die gesamten Lebensbereiche des Menschen gestalterisch zu vereinen, im Sinne eines Gesamtkunstwerks. Zu den Kunden zählten hauptsächlich Künstler und die aufstrebende jüdische Ober- und Mittelschicht. Die Bekanntschaft Josef Hoffmanns mit Berta Zuckerkandl führte zum ersten großen Auftrag: dem Sanatorium Purkersdorf, von Viktor Zuckerkandl, Bertas Schwager, westlich von Wien geplant. Unter den Mitarbeitern der WW war auch rund ein Dutzend Frauen, die entscheidend für den Stilwandel vom Jugendstil zum Art Déco der 20er-Jahre waren, z. B. Vally Wieselthier, Gudrun Baudisch, Reni Schaschl, Hilda Jesser und Susi Singer. 1823 gründet Josef Lobmeyr sen. sein heute noch bestehendes Unternehmen in der Wiener Weihburggasse. bald wurde die Firma Hoflieferant Kaiserhauses. Sohn Ludwig wurde zum bedeutendsten Protagonisten der österreichisch-böhmischen Glasherstellung und präsentierte das Unternehmen auf den ersten Weltausstellungen. 1864 war er Mitgründer des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien (heute: Museum für angewandte Kunst - MAK). Ludwigs Neffe Stefan Rath sen. führte Lobmeyr in die Moderne und war 1912 gemeinsam mit Hoffmnn Mitgründer des Österreichischen Werkbunds, dem Josef Hoffmann bis 1920 angehörte. Mit Josef Hoffmann und den Künstlern der Wiener Werkstätte entstanden in dieser Zeit Klassiker, Trinkgläser und Luster, die teilweise noch heute von Lobmeyr produziert werden. Die Artikel wurden auch über die Filialen der Wiener Werkstätte vertrieben. Die NS-Zeit überstand Josef Hoffmann trotz Anfeindungen des NS-Architekturideologen Paul Schmitthenner unbeschadet. Von der Reichskammer der bildenden Künste wurde er beauftragt, als künstlerischer Leiter den Wiener Kunsthandwerksverein (eine NS-Nachfolgeorganisation des Österreichischen Werkbundes) weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck wurde 1941 eine „künstlerische Versuchsanstalt“ gegründet, in der junge Kunsthandwerker sich unter Hoffmanns Anleitung weiterbilden konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg, 1948, gründete Hoffmann die Österreichischen Werkstätten als Nachfolgerin von Wiener Werkstätte und Werkbund (ÖWB) - und entwarf erneut für Lobmeyr. Eine geschliffene Kristallvase wie die hier gezeigte wurde von J. & L. Lobmeyer im Auftrag des Unterrichtsministeriums für die Triennale 1954 ausgeführt. Hoffmanns Grabstein wurde von Fritz Wotruba gestaltet. Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot und Aufgeld kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.