Asta Bidspirit | BERNHARD HEILIGER* (Stettin 1915 -


BERNHARD HEILIGER* (Stettin 1915 - 1995 Berlin) - BERNHARD HEILIGER* (Stettin 1915 - 1995 Berlin). BERNHARD HEILIGER* (Stettin 1915 - 1995 Berlin) Liegende, 1949 Bronze, 25 x 65 x 27 cm verso Signaturstempel BH, Stempel der Gießerei H. NOACK Berlin und der Schriftzug Stiftung Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung Berlin; Sammlung Arndt Hamburg; Sammlung Schweiberer New York; Auktionshaus Neumeister 2008; Internationale Privatsammlung SCHÄTZPREIS °€ 4.000 - 6.000 STARTPREIS € °€ 4.000 Heiliger absolvierte 1930 bis 1933 eine Steinbildhauer-Lehre. Von 1933 bis 1936 erhielt er eine Ausbildung an der Stettiner Werkschule für Gestaltende Arbeiten bei dem Bauhaus-Schüler Kurt Schwerdtfeger. 1938 bis 1941 studierte Heiliger an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Berlin in der Klasse von Arno Breker. Während des Studiums pflegte Heiliger Kontakte zu Richard Scheibe und Wilhelm Gerstel. Seine 1939 in Paris gewonnenen Eindrücke beschrieb er als prägend; er traf Aristide Maillol und Charles Despiau und studierte unter anderem Arbeiten von Auguste Rodin, Constantin Brâncuși oder Hans Arp. Nach seiner Rückkehr heiratete er die Kunststudentin Ruth Maria Linde, die kurz darauf Tochter Jutta zur Welt brachte. 1941 folgte Sohn Stefan Heiliger (Möbeldesigner) und 1942 Tochter Anita (Sozialwissenschaftlerin). 1941 kam Heiliger als Funker an die Ostfront. Durch Fürsprache Arno Brekers erlangte er jedoch 1943 eine Unabkömmlichstellung (sogenannte UK-Stellung) und konnte seine Arbeit in Wriezen in den Bildhauerwerkstätten Arno Brekers fortführen. Infolge des Volkssturm-Erlasses wurde er erneut einberufen. 1945 ließ er sich in Berlin als freier Bildhauer nieder. Ab 1946 hatte er erste Ausstellungen im Privathaus von Karl Buchholz und in der Galerie Gerd Rosen. Nach einem Lehrauftrag an der Hochschule für Angewandte Kunst Berlin-Weißensee 1946 bis 1949 folgte 1949 die Berufung als Professor an die Hochschule der Künste durch Karl Hofer (bis 1986). Internationale Anerkennung erhielt Heiliger für seinen Entwurf des Mahnmals des Unbekannten Politischen Gefangenen (1953), der mit dem Preis der Bundesregierung und dem Anerkennungspreis des Institute of Contemporary Arts, London, ausgezeichnet wurde. Es folgten prominente Ausstellungsbeteiligungen, so an der documenta I und der documenta II in Kassel (1955 und 1959) und der Biennale in Venedig (1956). Zu den Auftragswerken gehörte der 1957/58 entstandene Figurenbaum für den Deutschen Pavillon der Expo 58. Heiliger war von 1951 bis 1960 Vorstandsmitglied des Deutschen Künstlerbundes. Die als Markierung seines Grabes dienende Plastik „Mutter Erde“ auf dem Friedhof Dahlem stammt von ihm selbst. Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot und Aufgeld kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.