Asta Bidspirit | SUSI SINGER* (Wien 1891 -
SUSI SINGER* (Wien 1891 - 1955 Los Angeles) - SUSI SINGER* (Wien 1891 - 1955 Los Angeles). SUSI SINGER* (Wien 1891 - 1955 Los Angeles) Elegante Dame mit Rose, um 1925 Roter Scherben, glasiert, Höhe 27,5 cm signiert/geritzt Werkstätte Susi Singer-Schinnerl., Grünbach am Schneeberg, Majolika, polychrom glasiert. Bez.: SUSI SINGER (geritzt). Künstlerin der Wiener Werkstätte Provenienz: Privatbesitz Wien SCHÄTZPREIS °€ 1.000 - 1.500 STARTPREIS € °€ 1.000 Susi Singer studierte von 1905 bis 1915 an der Kunstschule für Mädchen und Frauen bei Tina Blau, Adolf Böhm und Otto Friedmann. Josef Hoffmann holte sie 1917 in die Wiener Werkstätte. Diese trat mit dem Anspruch an, in allen Bereichen des alltäglichen Bedarfs – vom Möbel, über die Architektur bis hin zu Porzellan, Glas und Mode – in engem Kontakt zwischen Künstler und Konsument künstlerisch hochwertiges Kunsthandwerk zu schaffen. Es ist der interdisziplinäre Anspruch auf ganzheitliche Durchdringung aller Lebensbereiche sowie ihre zukunftsweisenden Entwürfe, mit denen die Wiener Werkstätte nachhaltig Designgeschichte geschrieben hat. Ihr Gründer, der Architekt Josef Hoffmann, trat gemeinsam mit dem Grafiker und Maler Koloman Moser sowie dem Industriellen und Mäzen Fritz Waerndorfer 1903 mit dem Ziel an, eine marktfähige ästhetische Gegenposition zum verkrusteten Historismus zu etablieren. Zu den Kunden zählten hauptsächlich Künstler und die aufstrebende jüdische Ober- und Mittelschicht. Die Bekanntschaft Josef Hoffmanns mit Berta Zuckerkandl führte zum ersten großen Auftrag: dem Sanatorium Purkersdorf, von Viktor Zuckerkandl, Bertas Schwager, westlich von Wien geplant. Unter den Mitarbeitern der WW war auch rund ein Dutzend Frauen, die entscheidend für den Stilwandel vom Jugendstil zum Art Déco der 20er-Jahre waren, z. B. Vally Wieselthier, Gudrun Baudisch, Reni Schaschl, Hilda Jesser und Susi Singer. Nach ihrer Aufnahme in der Wiener Werkstätte musste sich Susi Singer zunächst in die keramischen Techniken einarbeiten, weshalb erst 1919 ein erster Entwurf Singers angenommen wurde. Hernach stieg sie zu einer der produktivsten und erfolgreichsten Keramikerinnen der Wiener Werkstätte auf. Ihr Schwerpunkt auf der figürlichen Darstellung, entweder im Gruppenensemble, in der Kombination mit Gebrauchskeramik oder, ab 1921, als originale Einzelfigur. Eine solche stellt auch diese expressiv herausmodellierte „Elegante Dame mit Rose“ dar. 1925 wagte sich Singer an das große Figurenformat: Sie präsentierte eine meterhohe Originalkeramik im Rahmen der „Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes“ in Paris. Nach ihrer Heirat mit Josef Schinnerl gründete Susi Singer 1925 eine eigene Werkstätte für Keramik in Grünbach am Schneeberg in Niederösterreich, die sie bis zu ihrer Emigration in die USA 1937 führte. Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot und Aufgeld kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.